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HomöopathieKinder

Homöopathie für Kinder

12. März 2008

Trotz mangelnder wissenschaftlicher Beweise für die Erfolge einer homöopathischen Therapie, vertrauen viele Menschen auf die kleinen Kügelchen, die das gestörte Gleichgewicht der Körperabwehr wiederherstellen sollen. Gerade wegen der sanften Behandlungsmethode, die praktisch keine Nebenwirkungen hat, entscheiden sich viele Eltern bei einer Erkrankung ihrer Kinder für das alternative Heilverfahren.

Grundlage, dieser vor mehr als 200 Jahren entwickelten Therapie, ist die Ähnlichkeitsregel. Eine Anwendung, die in hoher Dosierung Beschwerden hervorruft, soll in stark verdünnter Form genau diese Beschwerden kurieren. Eine Zwiebel, die zum Tränen der Augen und zum Laufen der Nase führt, soll in stark verdünnter Form bei einem Schnupfen helfen. Für die Verdünnung werden die Ausgangssubstanzen stufenweise mit Milchzucker verrieben oder mit Wasser-Alkohol-Gemischen verdünnt. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache „potenzieren“ genannt. Laut dem Apotheker und Arzt Samuel Hahnemann, der diese Lehre entwickelt hat, verstärkt sich die Wirksamkeit des Präparates mit dem Grad der Verdünnung. Obwohl die Substanz bei hochpotenzierten Lösungen nicht mehr nachzuweisen ist, sollen gerade diese Lösungen besonders wirkungsvoll sein. Demnach wird durch gezielte Impulse dieser Substanz die Selbstheilung in Gang gesetzt. So verwendet man in der Homöopathie beispielsweise den Kalk der Austernschale in hochpotenzierter Form zur Aktivierung des Selbstheilungsprozesses.
Das Klinikprojekt „Homöopathie in der Kinderheilkunde“, das in München durchgeführt wurde, kam bei der Anwendung homöopathischer Mittel in Begleitung zur herkömmlichen Therapie zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Ärzte behandelten akute Leiden und chronische Erkrankungen mit dem alternativen Heilverfahren. So halfen homöopathische Arzneimittel beispielsweise bei Entzugserscheinungen von Säuglingen drogenabhängiger Eltern und Säuglingen mit Neurodermitis. In der Behandlung krebskranker Kinder erwies sich die Homöopathie als sanfte und erfolgreiche Methode zur Linderung der Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Trotz der vielen Behandlungserfolge wird die Homöopathie im Alltag nur bei kleineren Erkrankungen wie Schnupfen oder Bauchweh angewandt. Bei Symptomen einer leichten Erkrankung können Eltern, nach Absprache mit dem Kinderarzt, ihre Kinder auch selbst mit homöopathischen Mitteln behandeln. Dabei weisen die Beschwerden stets auf das richtige Gegenmittel. Eine Hausapotheke für homöopathische Zwecke besteht aus Medikamenten gegen Verdauungsstörungen, Schnupfen und Fieber. So genannte Komplexmittel sind für gängige Beschwerden, wie Schlafstörungen oder Husten, als zusammengestelltes Präparat in der Apotheke erhältlich. In Bezug auf die Selbstmedikation informieren Ratgeber über die richtige Dosierung und Anwendung. Grundsätzlich sollte die Behandlung schon in der Anfangsphase der Erkrankung beginnen. Am ersten Tag der Behandlung wird die Arznei stündlich eingenommen, am zweiten Tag alle zwei Stunden, am dritten Tag nur dreimal täglich. Ist in dieser Zeit keine Besserung eingetreten, kann das Medikament weiterhin einmal täglich eingenommen werden. Eine Besserung ist meist schon in den ersten Tagen zu erkennen. Bleibt der Heilungserfolg allerdings in den ersten Tagen aus, muss ein Arzt konsultiert werden.

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