
Hallux valgus- Das Leid mit dem Ballenzeh
06. März 2008Die Leidenschaft vieler Frauen ist häufig eine Gefahr für gesunde Füße und Wegbereiter schmerzhafter Beschwerden. Schuhe mit hohen Absätzen und schmal zulaufenden Spitzen heben zwar das Selbstbewusstsein mancher Frauen, für die Füße jedoch sind sie eine Tortur.
Bei flachen Schuhen verteilt sich das Gewicht während der Gehbewegung durch das Abrollen von der Ferse bis zur Zehenspitze auf den gesamten Fuß und aktiviert so die gesamte Fußmuskulatur. Bänder, Sehnen und Muskeln funktionieren dabei wie Stoßdämpfer, werden dabei kontinuierlich gefördert und bleiben flexibel. Schuhe mit hohen Absätzen oder auch zu eng anliegende Schuhe lassen keine Abrollbewegung zu. Der natürliche Bewegungsapparat der Füße ist eingeschränkt. Gleichzeitig wird der Fuß an der Ferse überlastet, weil das ganze Körpergewicht nach vorne gelagert ist. Die Muskulatur der Füße verkümmert. Die Gelenke können in Folge dessen nicht mehr aktiv in Position gehalten werden. Leidet der Fuß über einen längeren Zeitraum unter dieser Belastung, verformt sich der Vorfuß, und es entsteht eine Ballenzehe (Hallux valgus). Rund 25 -30 % aller Erwachsenen leiden unter einem Hallux valgus. Meist sind es Frauen, weil ihr Binde- und Stützgewebe schwacher ist. Unpassendes Schuhwerk unterstützt diesen Prozess zusätzlich. Durch die ungleichmäßige Druckverteilung knickt das Grundgelenk des großen Zehs in Richtung der kleinen Zehen und dreht sich dabei ein, während sich das Gelenk nach außen wölbt. Durch die Reibung in den Schuhen können an dieser Stelle Entzündungen entstehen. Die schiefe Zehe verdrängt die Nachbarzehen, die nach oben oder unten ausweichen müssen. Die Folge sind Krallen- bzw. Hammerzehen. Die Beugesehe, die entlang der Sohle verläuft, verschiebt die s.g. Sesambeine, die dem Abrollen dienlich sind. Als Konsequenz daraus, ist die Beweglichkeit des Fußes in erheblicher Weise eingeschränkt.
Ist die Fußanatomie nur gering verändert, können Physiotherapie und kräftigende Übungen, die korrigierend wirken, helfen. Hallux-Schienen und Zehenkeile können den Ballenzeh in frühem Stadium unterstützen und entlasten.
Bei sehr hohem Leidensdruck muss die Ballenzehe operiert werden. Meist ist die Verformung dann so stark, dass erkrankte Füße in keinen Schuh mehr passen. In der operativen Behandlung des Ballenzehs werden Knochen und Weichteile verschoben. Dabei werden der Spreizfuß und die Fehlstellung des großen Zehs korrigiert. Oft wird der Zeh in der korrekten Position an den Knorpel geschraubt. Die Heilung nach einem Ballenzeh-Eingriff ist langwierig, und erfordert die Unterstützung einer Hallux-Schiene. Nach sechs bis acht Wochen sollte die Schwellung jedoch abgeheilt sein.
Wenn Sie Ihre Füße bewusst stärken möchten, sollten Sie so oft wie möglich barfuß laufen. Achten Sie auf bequemes und passendes Schuhwerk. Schuhe mit Absätzen, die höher sind als 3 cm, sollten nicht jeden Tag, wenn es sich vermeiden lässt, auch nicht über den ganzen Tag hinweg getragen werden.
Weitere interessante Artikel und Beiträge
Newsletter abonnieren
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
Unsere RSS-Feeds
Abonnieren Sie unsere RSS-Feeds und Sie erhalten stets aktuelle Artikel und Beiträge.
Themenbereich Psyche
Themenbereich Wellness
Themenbereich Beauty
Themenbereich Fitness
Themenbereich Ernährung
Themenbereich Ratgeber
Aktuelle Gesundheits-Tipps
Aktuelle eBay-Angebote
Online-Store
Einfach mal etwas gönnen oder vielleicht ein Geschenk finden.
» zum Online-Store...Beruf & Karriere
In Partnerschaft mit joborama präsentieren wir Ihnen alle aktuellen Angebote aus den Bereichen Wellness, Gesundheit, Beauty, Tourismus, Gastronomie, Freizeit, Fitness und Sport.
Der Eintrag von Stellenangeboten ist kostenpflichtig, der Eintrag von Stellengesuchen ist kostenlos. Die Preise für die Stellenangebote finden Sie auf joborama.
» zum Stellenmarkt...








Diese Seite bookmarken bei...