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Psyche

Forschungsprojekt zur sozialen Phobie

Rund 15 Prozent der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens eine soziale Phobie. Betroffene fürchten, negativ aufzufallen, Erwartungen nicht zu erfüllen oder Fehler zu machen. Eine Forschungsprojekt beschäftigt sich jetzt mit dem Phänomen.

mp Mainz - Rund 15 Prozent der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens eine soziale Phobie. Wer an dieser Angststörung leidet, vermeidet es, im Mittelpunkt zu stehen. Betroffene fürchten, negativ aufzufallen, Erwartungen nicht zu erfüllen oder Fehler zu machen. Ein Projekt des Forschungsverbundes "Sopho-Net", an dem verschiedene Universitäten beteiligt sind, beschäftigt sich jetzt mit dem Phänomen. Ziel der Studie ist es, die Krankheit zu verstehen und die Behandlung der Betroffenen zu verbessern.

Eine soziale Phobie unterscheidet sich deutlich von einer normalen
Schüchternheit, obwohl es in beiden Fällen um den Kontakt zu anderen
Personen geht. Schüchterne Menschen sind befangen und treten allgemein eher
zurückhaltend auf. Angstpatienten dagegen erleben körperliche Symptome wie
Zittern, vermehrtes Schwitzen oder Magen- und Darmprobleme. Ihre
Angstzustände können sich bis zur Panikattake steigern. Betroffene vermeiden
unangenehme Situationen, ihre Krankheit führt häufig zu einer
Beeinträchtigung der normalen Lebensführung.

Ohne Behandlung kann der Verlauf der Krankheit chronisch werden. Mit
Hilfe einer Psychotherapie ist die soziale Phobie laut Experten aber
meistens gut in den Griff zu bekommen. Da es sich um eine bedeutsame
psychische Störung handelt, werden die Kosten nach einer entsprechenden
Diagnose von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Durchgeführt wird
die Behandlung von ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten. In
leichten Fällen sollen auch von Beratungsstellen angebotene
Selbstsicherheitstrainings helfen können.

Im Rahmen der Untersuchung des Forschungsverbundes "Sopho-Net", die
zunächst auf drei Jahre angelegt ist, erhalten teilnehmende Betroffene die
Möglichkeit, eine qualifizierte Kurzzeitbehandlung im Rahmen von 25 Stunden
zu absolvieren. In der Studie sollen zwei etablierte Therapieverfahren
miteinander verglichen werden. Betroffene können sich an die therapeutischen
Ambulanzen der jeweiligen Studienzentren in Göttingen, Jena, Mainz, Dresden,
Bochum oder Dortmund wenden. www.sopho-net.de. mp/lex

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